Silvesterbräuche und deren Entstehung

Wie entstand der Name Silvester?

Im 4. Jahrhundert trat Silvester I. sein Amt als Römischer Bischof an. Einer Überlieferung aus dem 5. Jahrhundert nach wirkte Silvester an der Durchsetzung der Religionsfreiheit und der Anerkennung der Christlichen Kirche mit.

Diese Legende ist heutzutage aber überholt. Seine Amtszeit fiel lediglich in diese Phase. Ab dem 5. Jahrhundert feierte man dann den Todestag des heiligen Silvester I. bereits in allen christlichen Regionen Europas.

Lärm zu Silvester

Noch vor dem Mittelalter wurde zu Silvester Lärm gemacht. Damals nahm man noch Rasseln, Töpfe und andere Gegenstände um Lärm zu erzeugen. Der Hauptgrund für das laute Treiben war die Abwehr böser Geister.

Ca. ab dem 10. Jahrhundert kam das Läuten der Kirchenglocken und das Spielen von Pauken und Trompeten hinzu, später dann auch das Abfeuern von Gewehren und Kanonen. Dieses Vergnügen war aber nur Jägern und anderen privilegierten Leuten vorbehalten. Erst zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es dann durch die Massenproduktion ermöglicht, für jedermann Feuerwerkskörpern käuflich zu machen.

Eine Fischschuppe ins Portemonnaie

Legt man zu Silvester eine Fischschuppe ins Portemonnaie soll man im kommenden Jahr immer Geld in der Börse haben.

Bleigießen zu Silvester

über eine Kerzenflamme kann man das Blei zum schmelzen bringen. Ein Gießlöffel ist meistens in einem Set mit enthalten. Ist das Blei flüssig, gießt man es in einen Topf mit kaltem Wasser. Nun hält man die erstarrte Form gegen das Licht. Die Form des Schattens ist entscheidend und kann gedeutet werden. Je nach Fantasie und Drehen des erkalteten Bleigusses entstehen Formen im Schatten.
Wie z.B.

Silvesterbräuche weltweit „Andere Länder, andere Sitten"

Wer kennt sie nicht diese nur allzu wahre Redewendung. Man kann sie wohl auf ziemlich jeden Bereich des Lebens beziehen, so natürlich auch auf den Jahreswechsel. Aber dennoch verbindet der Silvesterabend die Menschen rund um den Globus durch eines – die Hoffnung auf ein gutes und vielleicht sogar besseres neues Jahr und vor allem das Streben nach Glück – was auch immer das für den Einzelnen bedeuten mag, gepflastert mit guten Vorsätzen.

Auch Aberglaube spielt an diesem Tag eine große Rolle und viele Bräuche werden seit Jahrhunderten praktiziert. So fürchteten schon die Germanen während der Wintersonnenwende das Böse, das in der Dunkelheit sein Unwesen treibt und versuchten es in den zwölf Raunächten mit viel Lärm zu vertreiben. Damals gab es die Bezeichnung Silvester jedoch noch nicht. Sie ist auf den heilig gesprochenen Papst Silvester I, der am letzten Tag des Jahres 355 gestorben ist, zurückzuführen.

Noch heute heißen die Menschen weltweit das neue Jahr mit viel Lärm, Getöse und Knallern willkommen um böse Geister fernzuhalten und zu verjagen. Sei es durch das Klirren von Gläsern oder das Zünden von Raketen und Feuerwerken. Die Bräuche um das Glück positiv zu stimmen und Unheil von sich zuhalten sind weltweit sehr unterschiedlich.

Wer hätte geahnt, dass die Spanier der Weintraube zum Jahreswechsel eine ganz besondere und symbolträchtige Bedeutung beimessen. So ist es im Land der Stierkämpfer und Paella Brauch bei jedem der mitternächtlichen Glockenschläge eine Weintraube verbunden mit einem Wunsch zu verzehren. Sind beim letzten Glockenschlag nicht alle 12 Weintrauben verzehrt, riskiert man Unglück im neuen Jahr. Zurückzuführen ist diese Tradition angeblich auf eine sehr ertragreich ausgefallene Traubenernte im Jahre 1909. Ziel war es den üppigen Traubenberg auf diese Weise abzubauen aber natürlich knallen anschließend auch in Spanien die Sektkorken und es wird sich umarmt und beglückwünscht. Doch auch dabei ist man in dieser Mittelmeerregion auf besondere Weise bemüht das Glück positiv zu stimmen, daher fließt der Sekt nicht in die Kehle bevor ein goldener Ring ins Glas geworfen wurde. Außerdem glauben die spanischen Frauen an diesem Abend und am Neujahrstag rote Dessous zu tragen, helfe dem zukünftigen Glück ebenfalls auf die Sprünge.

Spanien ist auch das Land, in dem der größte Silvesterlauf stattfindet. So nehmen am Silvesterlauf in Madrid bis zu 15.000 Menschen teil. Der zweitgrößte alljährliche Lauf findet mit bis zu 13.000 Teilnehmern in Sao Paulo, Brasilien statt.

Doch Brasilien hat noch weitaus mehr Silvestertraditionen vorzuweisen als diesen Lauf. In diesem südamerikanischen Land ist der Jahreswechsel das zweitgrößte Fest nach Karneval und gleichzeitig der Ehrentag von Yemanja, der Göttin des Meeres, was der Farbe weiß an diesem Tag eine besondere Bedeutung gibt, denn es ist die Farbe der Göttin und symbolisiert die weibliche Fruchtbarkeit. Daher wird sie besonders von den Brasilianerinnen geehrt. Weiß ist auch die Farbe der Kleidung an diesem Abend in Brasilien, denn es ist die Farbe die für Reinheit, Unschuld und Frieden steht.

Da es zur gleichen Zeit das Fest der Meeresgöttin ist, gibt es überall Blumen zu kaufen, die dann um Mitternacht ins Meer geworfen werden. Außerdem werden rote Kerzen, die für Glück in der Liebe stehen, weiße Kerzen für den Frieden und gelbe Kerzen für Geldsegen in den Strandsand gesteckt. Genau wie die Frauen in Spanien, Chile und Italien, sprechen die Brasilianerinnen der Farbe rot an diesem Abend eine große Bedeutung zu. Auch sie tragen rote Unterwäsche in der Hoffnung auf die große Liebe aber auch weiße verbunden mit der Hoffnung auf ein harmonisches Leben. Das Springen über sieben Wellen ist eine weitere Tradition, die Glück bringen soll und neben dieser gibt es noch viele mehr.

Die Argentinier widmen sie sich an diesem letzten Tag des Jahres ihren Papieren, indem sie sämtliche alte Unterlagen vernichten und die Überreste aus dem Fenster werfen, um sich so von alten Lasten zu befreien.

Amerika gilt als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aber dennoch erlebt man den Silvesterabend dort nicht unbedingt spektakulärer als in Deutschland. Es sei denn man entschließt sich dem traditionellen „Ball Dropping„ in New York City beizuwohnen. Allein aufregend durch die Menschenmassen, die sich durch das beliebte Reiseziel ziehen, ist es ein wahres Abenteuer, sich bis zum Zentrum der Ereignisse in Manhatten vorzudrängen und die Aufregung in einer der berühmtesten Städte der Welt während dieser Zeit des Jahres zu erleben. Silvester in den Staaten ist genauso gebunden an die Menschen, die Glück und Harmonie bedeuten, wie wohl in jedem anderen Land. Auch hier wird nur „mit Wasser gekocht“ und dennoch ist es ein wahres Erlebnis am so genannten Ball Dropping, welches jedes Jahr am Times Square stattfindet, teilzunehmen. Hier wird eine beleuchtete, gut sichtbare, große Glaskugel vom One Time Square Building hinabgelassen. Um Mitternacht kommt diese unten an, was der Beginn der gegenseitigen Glückwünsche und Umarmungen ist. Natürlich wird auch gesungen. Eines der beliebtesten Lieder welches bei offiziellen Anlässen zum Jahreswechsel gesungen wird, ist das aus Schottland stammende „Auld Lang Syne“.

Natürlich gibt es in größeren Städten und Gemeinden auch Feuerwerke.

Das Feuerwerk am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag, hat jedoch eine weitaus größere Bedeutung für die Amerikaner als das Silvesterfeuerwerk. Am 4. Juli ist es Tradition zu zentralen Orten zu strömen und das traditionelle Feuerwerk zu bestaunen. Im Gegensatz zum deutschen Silvesterbrauch ist das individuelle Zünden von Feuerwerkskörpern in vielen Regionen der U.S.A. illegal, daher beschränkt man sich auf das Zuschauen. Auch verboten ist es um Mitternacht mit Gewehren in die Luft zu schießen und dennoch ist es in vielen Landesteilen ein verbreiteter Brauch.

Zahlreiche Neujahrsriten werden bis heute auch in China gepflegt. Das neue Jahr begrüßt man hier genau wie in Vietnam und Korea erst im Februar: am Tag des ersten Vollmondes nach dem 21. Januar. Dieses größte Fest des chinesischen Kulturkreises wird drei Tage lang mit farbenprächtigen Drachen- und Löwenumzügen gefeiert.

Eine sehr schöne und von den Chinesen sehr ernst genommene Tradition ist das gemeinsame Familienessen zu Silvester, bei dem die gesamte Familie versammelt ist. Für Unverheiratete und Kinder gibt es an diesem Tag Geldgeschenke, verpackt in roten mit Glückssymbolen verzierten Tüten.

Sind es in Argentinien die alten Unterlagen, denen man sich an Silvester widmet, ist es in China der Hausputz. Mit Bambuszweigen, die böse Geister vertreiben sollen, wird das gesamte Haus geputzt und um 23:00 Uhr werden alle Fenster weit geöffnet, um das neue Jahr willkommen zu heißen und ihm Eintritt zu gewähren.

Australien – Silvester am anderen Ende der Welt.

Silvester einmal ganz anders, wer das erleben möchte, sollte sich ans andere Ende der Welt begeben – nach Australien. Hier fällt der Jahreswechsel in die Sommersaison. Rollkragenpullover und dicke Jacken können also getrost gegen Bikini und Badeshorts eingetauscht werden. Die australischen Strände laden zum gemütlichen Beisammensein ein und den ganzen Tag stimmen sich Einheimische und Touristen hier bei Picknicks auf das große mitternächtliche Ereignis, dass in Party- und Sommeroutfits gefeiert wird, ein. Besonders in der australischen Metropole Sydney, die durch Sehenswürdigkeiten wie die Harbour Bridge und das weltberühmte muschelförmige Opera House bekannt ist, weiß man zu feiern. Hundert Tausende von Menschen versammeln sich in der letzten Nacht des Jahres an der Harbour Bridge um dem einzigen offiziellen Feuerwerk der Stadt beizuwohnen. Sind es in Spanien zwölf Weintrauben für jeden Monat, so ist es in Sydney eine Feuerwerksminute für jeden Monat des Jahres. Das zwölfminütige Feuerwerk hat es in sich und taucht den australischen Nachthimmel in ein spektakuläres Meer aus Farben. Wer es etwas ruhiger mag, kann sich das Silvesterspektakel von einem gemütlichen Plätzchen auf einem der zahlreichen Hafenschiffe aus ansehen.

Das private Zünden von Feuerwerken, ist aufgrund der immens hohen Waldbrandgefahr nicht gestattet.

Die für Kängurus und Aborigines bekannte Nation ist weltweit eines der ersten Länder, die den Jahreswechsel begehen. Bereits um 14:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, wird in Sydney das neue Jahr eingeläutet. Weltweit vergehen 26 Stunden, bis sich auch der letzte Ort der Erde vom alten Jahr verabschiedet und in ein Neues geht. Den globalen Anfang machen dabei die zwischen Hawaii und Australien gelegenen Kiribati-Inseln im Südpazifik. Bei Kiribati verläuft die Datumsgrenze der Erde, daher feiern die Menschen das neue Jahr hier schon um 11:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der globale Kreis des Jahreswechsels schließt sich am 01.Januar um 13:00 Uhr, wenn auch die Bewohner der Wake Inseln in den Vereinigten Staaten als Letzte das neue Jahr begrüßen. Silvesterfans und Weltenbummler haben also durchaus die Möglichkeit das neue Jahr auf verschiedenen Teilen der Erde nacheinander und mehrfach zu begrüßen.


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